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[Oben angepinnt] Sprachsteuerung in Home Assistant: Assist, Alexa und Google Assistant im Vergleich

(@knuddelesel)
Mitglied Admin

Home Assistant lässt sich per Sprache steuern, und dafür gibt es mehrere Wege: das eingebaute Assist mit lokaler Verarbeitung sowie die Anbindung von Alexa und Google Assistant. In diesem Beitrag erfährst du, worin sie sich unterscheiden, was du brauchst und worauf du achten solltest.

Die drei Wege im Überblick

  • Assist (lokal): Der Sprachassistent von Home Assistant. Spracherkennung, Sprachausgabe und Wake-Word können komplett auf deiner eigenen Hardware laufen. Es funktioniert auch ohne Internet, und deine Sprache verlässt das Haus nicht.
  • Alexa: Du steuerst deine Geräte über Amazon-Lautsprecher und die Alexa-App. Die Sprachverarbeitung läuft in der Cloud von Amazon.
  • Google Assistant: Dasselbe Prinzip mit Google-Lautsprechern und der Google-Home-App.

Alexa und Google sind bequem, weil du vorhandene Lautsprecher nutzen kannst. Assist ist dafür unabhängig von der Cloud, braucht aber etwas mehr Einrichtung.

Assist lokal einrichten

Assist besteht aus mehreren Bausteinen, die in einer Pipeline zusammengefasst werden:

  1. Spracherkennung (STT): wandelt Sprache in Text um. Lokal möglich mit Whisper oder Speech-to-Phrase. Speech-to-Phrase erkennt nur bekannte Satzmuster, ist dafür schnell und braucht wenig Rechenleistung.
  2. Sprachausgabe (TTS): macht aus Text wieder Sprache, lokal zum Beispiel mit Piper.
  3. Konversationsagent: verarbeitet den Befehl. Der Standard-Agent von Home Assistant versteht feste Satzmuster und arbeitet lokal.
  4. Wake-Word: das Aktivierungswort, zum Beispiel über openWakeWord.

Diese Dienste werden über das Wyoming-Protokoll angebunden und lassen sich als Apps (früher Add-ons) installieren. Danach legst du unter Einstellungen > Sprachassistenten eine Pipeline an und wählst die Bausteine aus.

Voice-Satelliten: Sprechen in jedem Raum

Damit du in mehreren Räumen mit Home Assistant sprechen kannst, brauchst du Satelliten, also Geräte mit Mikrofon und Lautsprecher. Sie lauschen auf das Wake-Word und schicken danach die Sprache an Home Assistant. Möglichkeiten sind spezielle Hardware (zum Beispiel Home Assistant Voice Preview Edition), ESP32-Eigenbauten oder auch ein altes Tablet oder Smartphone mit einer passenden App.

Alexa und Google Assistant anbinden

Es gibt zwei Wege:

  • Mit Home Assistant Cloud (Nabu Casa): Die einfachste Variante, die Freigabe erfolgt über die Einstellungen.
  • Manuell per YAML: Du richtest die Anbindung selbst ein, mit eigenem Skill bei Alexa beziehungsweise eigenem Projekt bei Google. Das braucht mehr Aufwand und eine von außen erreichbare, gesicherte Adresse (HTTPS), dafür ohne Abo.

In beiden Fällen entscheidest du, welche Entities freigegeben werden. Gib nur an, was du wirklich per Sprache steuern willst.

Sicherheit: Was du nicht freigeben solltest

  • Türschlösser, Garagentore, Alarmanlagen und Geräte, die unbeaufsichtigt Schaden anrichten könnten (zum Beispiel Wäschetrockner oder Heizgeräte), besser nicht per Sprache schaltbar machen. Falls doch, nur mit Bestätigung oder PIN.
  • Duplikate vermeiden: Wenn eine Lampe sowohl lokal als auch über die Cloud eingebunden ist, gib nur eine Variante frei, sonst erscheint sie doppelt.
  • Gib den Entities eindeutige Namen und Räume, dann versteht die Sprachsteuerung bessere Befehle.

Eigene Sätze und Aliase

Assist versteht feste Satzmuster. Du kannst sie erweitern:

  • Aliase für Entities vergeben (zum Beispiel „Couchlicht“ für die Lampe im Wohnzimmer).
  • Eigene Sätze (Custom Sentences) in der Konfiguration hinterlegen, damit auch Formulierungen wie „mach Vitrine an“ erkannt werden.

Teste neue Sätze unter Einstellungen > Sprachassistenten im Eingabefeld, bevor du sie ausprobierst.

Häufige Probleme

  • Befehl wird nicht erkannt: Satz im Textfeld testen, Entity-Name und Alias prüfen, ob die Entity für Assist freigegeben ist.
  • Antwort ist zu allgemein: Die gesprochene Rückmeldung nennt oft nur „Licht an“, statt den Gerätenamen. Das lässt sich über eigene Antworten anpassen.
  • Wake-Word reagiert zu oft oder zu selten: Empfindlichkeit anpassen und die Position des Satelliten prüfen.
  • Kein Ton: Prüfen, ob in der Pipeline eine Sprachausgabe gewählt ist. Manche Satelliten funktionieren ohne Sprachausgabe nicht.
  • Alexa findet Geräte doppelt oder nicht: Nach Änderungen der Freigabe die Geräteerkennung in der Alexa-App neu starten.

Frage im Forum

Wenn du nicht weiterkommst, schreib hier ein neues Thema und nenne bitte:

  • Home-Assistant-Version und welche Pipeline du nutzt (STT, TTS, Agent, Wake-Word)
  • Satelliten-Hardware oder Lautsprecher (Alexa, Google, andere)
  • den genauen Satz, den du gesprochen hast, und die Antwort
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Zitat
Themenstarter Veröffentlicht : 3. November 2026 20:12